Vorhang auf zur digitalen Bühne

Mit cleveren Apps beim Kunden ankommen - und bleiben

Vorhang auf zur digitalen Bühne

Mit cleveren Apps beim Kunden ankommen - und bleiben

Online präsent zu sein, ist für Trainer, Speaker und Coaches inzwischen fast unverzichtbar. Dabei entwickeln sich Online-Angebote immer mehr aus dem nice-to-have-Status heraus hin zum Aushängeschild und Botschaftsträger des eigenen Angebots. IT-Expertin Christa Weidner erklärt, wie man mit einer intelligenten App beim Kunden ankommt – auf unaufdringliche, aber hochwirksame Art.

Smartphones sind nicht mehr wegzudenken – weder aus unserem Leben noch aus dem unserer Teilnehmer und Kunden. Um als Trainer, Coach oder Speaker diese Entwicklung gut zu begleiten, ist eine eigene App sinnvoll. Eine App, um mit eigenen Inhalten auf den Smartphones der Kunden und Teilnehmer präsent zu sein. Erst dann sind wir wirklich immer dabei: Als Ratgeber, Entwicklungshelfer, Inspirator, Trainer, Motivator, Impulsgeber, Begleiter, Coach oder Experte. Erst dann sind wir auch im Alltag unserer Teilnehmer und Kunden angekommen.

Wo sind die Apps der Trainer, Coaches und Speaker?

Die meisten Trainer, Speaker und Coaches haben eine Webseite, einen XING-Account, sind bei Twitter und Facebook aktiv. Viele haben auch einen eigenen Youtube-Kanal und einige lassen sich mit der Periscope-App per Video begleiten. Doch die Suche in den App-Markets findet nur vereinzelt Treffer. Stattdessen sind die Trainer emsig dabei, ihre wertvollen Inhalte kostenfrei über die sozialen Medien zu verteilen – und schaden sich damit selbst. Der Trainer, Coach und Speaker lebt schließlich von seinen Inhalten, in denen viel Arbeit und Zeit stecken.

»Wir müssen mit unseren Themen auf die Smartphones.«

Wir leben von unseren Inhalten

Viele Unternehmen und auch unsere Kunden haben im Rahmen der innerbetrieblichen Weiterbildung aufgerüstet: Online-Seminare, web-based-Trainings und Learning Management Systeme steuern und überwachen den Weiterbildungsprozess. Der Anteil von Präsenzveranstaltungen soll weiter reduziert werden. Weiterbildung soll sich stärker in den Arbeitsalltag integrieren. Gleichzeitig steigt der Weiterbildungsbedarf stetig an. Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung erfordern neues Know-how, Fähigkeiten und Persönlichkeiten. Deshalb kann sich Personalentwicklung nicht auf die innerbetriebliche Weiterbildung beschränken.

Doch das funktioniert natürlich nicht nach den Regeln der betrieblichen Weiterbildung. Es bedarf andere Angebote, Dosierungen und Kanäle. Privat und im Alltag lässt sich der Lernende weniger in das Korsett typischer Weiterbildungsprozesse zwängen. Das Prinzip “Du bekommst Lerninhalt C erst, wenn Du den Test zu Lerninhalt B bestanden hast” funktioniert weniger gut. Schließlich setzen wir auf Eigenmotivation, Lust und Interesse an der persönlichen Weiterentwicklung. Erinnerungen an die verhasste Schulzeit und Vorschriften haben keinen Platz. Wie schaffen wir es also, dass Lerninhalte ihren Platz im Alltag der Teilnehmer bekommen? Wie kann die Wirkung von Seminaren verlängert werden? Wie können wir es schaffen, Teilnehmer über das Seminar hinaus zu begleiten und sie bei der Umsetzung der Lerninhalte unterstützen? E-Mails gehen in den überfüllten Posteingängen der Mailboxen unter und werden kaum gelesen. Online-Trainings und Online-Live-Seminare werden meist als billige Variante wahrgenommen, um Präsenztrainings zu sparen. Oder sie sind einengend, da sie zu stark in einen vordefinierten Lernprozess integriert sind.

Mehr Inhalt in weniger Zeit – wie soll das gehen?

Wir brauchen einen anderen Zugang zu unseren Teilnehmern. Einen Zugang, der sich bereits etabliert und als Bereicherung des Alltags bewährt hat. Wir müssen mit unseren Themen auf die Smartphones. Die Statistiken belegen es: Im Durchschnitt nutzt jeder Nutzer sein Smartphone 214 Mal am Tag, ganze 3 Stunden und 16 Minuten lang. Damit ist das Smartphone der treueste Lebensgefährte und ein heißer Draht zur Zielgruppe. ¹
Diese Zahlen bekräftigen: Mit einer App können wir unsere Teilnehmer dort erreichen, wo sie unsere Inhalte am besten in ihr Leben integrieren können: In ihrem alltäglichen Leben.
Doch diese Lösung birgt auch einen Wermutstropfen. Das Entwickeln und Betreiben einer App ist teuer und aufwändig. Und dann reicht eine App nicht aus, schließlich gibt es mehrere Betriebssysteme für die beliebten Smartphones. Zumindest für die Systeme Google Android und Apple iOS sollte die App einsetzbar sein. Schnell kalkuliert der App-Entwickler einen fünfstelligen Betrag für eine einfache App. Auch das Veröffentlichen und Betreuen der Apps in den App-Markets erfordert einiges an Geduld und Knowhow. Für jemanden, der das nicht laufend macht, eine kaum zu nehmende Hürde. Das sind gute Gründe, warum es bis heute kaum Apps gibt, welche die Wirkung der Weiterbildungsaktivitäten in den Alltag der Teilnehmer verlängern.

»Mit einer App können wir unsere Teilnehmer dort erreichen, wo sie unsere Inhalte am besten in ihr Leben integrieren können: In ihrem alltäglichen Leben. «

Tipps als kleinste Lerneinheit der Welt

Während der wohl ideenreichsten Autofahrt meines Lebens im Oktober 2014, auf dem Weg von der Buchmesse Frankfurt zurück nach München, entstand die Idee, um dieses Dilemma zu lösen. Es war die Idee, eine App zu entwickeln, mit der die kleinste Lerneinheit der Welt direkt in den Alltag von Kunden und Teilnehmer gesendet wird. Als kostenpflichtiges Abo: Tag für Tag oder Woche für Woche, um sich Tipp für Tipp weiterzuentwickeln oder um das Erlernte zu vertiefen. Es sollte ein eigener, exklusiver Zugang werden auf dem Gerät, das sich zum bewährten Lebensgefährten entwickelt hat. Das Konzept dazu war schnell zu Papier gebracht und mit dem Programmierer meiner Wahl abgestimmt. Die Lösung enthält eine Datenbank, in der die Inhalte gesammelt werden. Dann wurden zwei Apps entwickelt, die im Google Play Store sowie im Apple App Store bereitgestellt werden.

So entstand zunächst meine eigene App Tipp IT, mit der ich meinen Kunden kleine Video-Tipps anbiete.

Durch Gratisinhalte werden die App-Nutzer motiviert, sich die App zu installieren. Sie haben anschließend die Möglichkeit, weitere Inhalte in Form von kostenpflichtigen Abonnements zu erwerben. Das Format der Inhalte ist flexibel. Neben Video- und Audio-Inhalten können auch Bilder, Texte oder PDF-Dateien veröffentlicht werden. Ist die App erst einmal installiert, erhält jeder App-Nutzer die Neuigkeiten und Informationen, die wir veröffentlichen. Durch die Integration der Social-Media-Kanäle Facebook, Twitter und Instagram finden die App-Nutzer auch die dort veröffentlichten Inhalte in der App. Wir laufen nicht Gefahr, in den Massen an Inhalten unterzugehen. Außerdem lassen sich bereits bestehende Webinhalte integrieren, z. B. Tests, die eigene Webseite oder der eigene Blog. Und auch an das Empfehlungsmarketing haben wir gedacht: Mit der Tell-a-Friend-Funktion können wir uns weiterempfehlen lassen. Aktionscodes ermöglichen es uns, die kostenpflichtigen Inhalte für eine Marketingaktion oder im Rahmen einer Veranstaltung für die Teilnehmenden kostenfrei zu aktivieren.

Einmal entwickelt – vielfach genutzt

Aus Tipp IT entstand App IT. Denn als großer Fan der Wiederverwendbarkeit haben wir bei der Entwicklung unserer App darauf geachtet, dass sich die aufwändig entwickelte App in vielerlei Hinsicht verwenden lässt: Und so steht sie jetzt als Out of the Box-App all denen zur Verfügung, die ihre Inhalte in einer eigenen App veröffentlichen wollen – selbstverständlich im eigenen Layout und Design. Es entfällt die kosten- und zeitintensive Entwicklungsarbeit. Das Prinzip von App IT ist einfach: Der App IT-Kunde kümmert sich um die Inhalte und die App IT-Administration sorgt dafür, dass die Technik funktioniert und die Apps von den App-Nutzern installiert werden können.

App-Markets als zusätzliche Umsatzquelle nutzen

Wir Weiterbildungsanbieter haben genügend Argumente, um uns schnellstmöglich die App-Markets als weitere Umsatzquelle zu erschließen. Mithilfe einer App können wir unsere Inhalte kostenpflichtig anbieten. Oder wir können sie als sinnvolle Ergänzung unserer Präsenzaktivitäten im Paket anbieten und haben damit gegenüber unseren Kunden das Thema Nachhaltigkeit adressiert. Von dem Vorteil der Unvergleichbarkeit unserer Tagessätze ganz zu schweigen. Wir können unsere App nutzen, um unsere Marketingaktivitäten zu unterstützen. Als App-Anbieter zeigen wir, dass wir selbst immer am Puls der Zeit bleiben und moderne Technologien und Techniken einsetzen. Wir können unsere Aktivitäten in den sozialen Medien in unserer App bündeln und gehen fortan nicht mehr unter in der überfüllten Timeline der einzelnen Nutzer. Wir können exklusiv über Neuigkeiten informieren. Wir können für uns und unser Thema charmant und wirksam die Aufmerksamkeit unserer Teilnehmer anziehen.

PULL statt PUSH

Mit diesem Vorgehen tauchen wir beim Nutzer mit einem angenehmen PULL auf statt mit einem aufdringlichen PUSH.
Und tragen damit dem Selbstbild des Menschen Rechnung, der selbst entscheidet, wann er welchem Thema seine Aufmerksamkeit schenkt. Und können dessen Wunsch nach Weiterentwicklung und Veränderung sehr viel besser unterstützen. Denn eine App, die unsere verschiedenen Aktivitäten bündelt, erhält exklusive Aufmerksamkeit und bekommt ihren Platz auf dem Smartphone und im Alltag unserer Teilnehmer.

Die eigene App als exklusive, digitale Bühne

Die Seminarteilnehmer oder diejenigen, die sich mit einem bestimmten Thema intensiv beschäftigen wollen, werden sich freuen über die Möglichkeiten, die sie in den App-Markets finden. Hochwertige Beiträge, Erinnerungen, Tipps und Beispiele werden ihnen dabei helfen, sich weiterzuentwickeln, Probleme zu bewältigen und als Persönlichkeit zu wachsen. Ohne, dass sie sich die Beiträge zu diesem Thema aus den verschiedenen Social-Media-Kanälen oder Webseiten zusammen suchen müssen. Sie wollen, nachdem sie einen Vortrag gehört, ein Seminar besucht oder ein Buch gelesen haben, weiter betreut werden. Dazu laden sie sich die App runter. Und Sie als Weiterbildungsanbieter, Sie bekommen Ihre exklusive und digitale Bühne. Sie können weiter strahlen und wirken, damit Ihre Teilnehmer und Zuhörer die jeweiligen Ziele erreichen können. Damit hilft die App, die Wirkung der Seminare zu verlängern und in den Alltag auszustrahlen. Probieren Sie es selbst aus.

1. (Quelle: http://www.tecmark.co.uk/smartphone-usage-data-uk-2014/, Zugriff am 25.10.2015)

ZT-Autorin

Christa Weidner

Die Love IT-Expertin
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