Transformation statt Training

Training war gestern - umsetzen ist heute

Transformation statt Training

Training war gestern - umsetzen ist heute

Leistungsträger und Führungskräfte sind zunehmend gefordert, sich selbst stetig zu hinterfragen. Nur dadurch können produktive Änderungen und in der Folge Verbesserungen für das Unternehmen umgesetzt werden. Althergebrachte Trainingsmethoden verlieren dabei zunehmend an Relevanz. Welche drei einfachen Schritte für erfolgreiche Transformation stattdessen beherzigt werden müssen, erklärt Boris Grundl, der „Menschenentwickler“ Nummer 1.

Der Begriff „Transformation“ kommt vom lateinischen transformare: umformen. Verwandte Begriffe lauten „Verformung, Übergang, Umwandlung“ oder „grundlegender Wandel“. Nach dem Ablauf von Ausgangszustand und Transformation ist das Neue im Idealfall eine gewollte Weiterentwicklung mit besseren Ergebnissen. Für den Menschen bedeutet das: Er hat vom Leben gelernt und sich entwickelt. Transformation ist dann erfolgreich, wenn Ihre Ergebnisse besser werden und Ihre Wirkung stärker – nicht nur das gute Gefühl. Eltern freuen sich am Heranwachsen ihrer Kinder zu starken
Persönlichkeiten, die sie überholen. Und als Führungskraft erleben Sie, wie Mitarbeiter immer mehr Verantwortung übernehmen und hochwertigere Resultate liefern. Denken Sie an Menschen und Unternehmen, die sich immer wieder neu erfinden: Madonna, die Rolling Stones, Apple oder Daimler (aktuell). Oder die frühere Preussag AG mit Wurzeln im Bergbau, die sich zunächst auf Chemie, Strom, Logistik und Stahl verlegte und heute als TUI AG ein Touristik- und Transportunternehmen (Hapag Lloyd) von Weltgeltung ist. Was für eine Transformation! Doch jede Transformation beginnt bei einem Menschen.
Der Mensch kann seine Transformation selbst bestimmen. Eine Raupe, die sich verpuppt, kann nicht anders. Der Mensch hat die Wahl, im Status quo zu erstarren oder sich beständig weiterzuentwickeln. Diese Freiheit ist Faszination, Bestimmung und Aufgabe. Sie kann als Glück, aber auch als Last empfunden werden. Wie oft schon haben Menschen mit großen Talenten unter dieser Last kapituliert. Und wie großartig sind die Werke jener, die dieser Verantwortung gewachsen waren.

»Wer viel über Humor weiß, ist noch kein Komiker.«

Vom Verstehen und Lernen zum Vertiefen und Umsetzen

Menschliche Entwicklung basiert auf zwei Polen: 1. Erlernen, Verstehen und Wissen – der Theorie, sowie 2. dem Einüben, Vertiefen und Umsetzen – der Praxis. Ideal ist die Kombination von beidem. Manche Menschen sind vor allem im Kopf stark. Sie denken scharf, aber sie handeln nicht so. Oft rauschen ihre Geistesblitze an der Realität vorbei. Andere sind Praktiker durch und durch. Sie setzen Dinge um, ohne sie vorher geistig zu durchdringen. Oft scheitern sie an Umständen, die sie nicht bedacht hatten.

Führungskräfte stehen in doppelter Verantwortung, für ihr Unternehmen und für die Entwicklung ihrer Mitarbeiter. Sie sollten sich zuerst selbst transformieren, um vorleben zu können, was sie erwarten. Und sie müssen ihre Mitarbeiter in der Transformation unterstützen, damit diese die Besten werden, die sie sein können. Wissen allein genügt da nicht. Wer viel über Humor weiß, ist noch kein Komiker, wer alle Verkehrsregeln kennt, noch kein Autofahrer. Kennen nutzt wenig ohne Können. Und Transformation geht nicht ohne das Eingeständnis, das etwas fehlt und erworben werden sollte.

Die 4 Phasen der Transformation

Die Transformation kennt vier Stadien, von der „unbewussten Inkompetenz“ zur „unbewussten Kompetenz“ – eine Matrix, durch die der jeweils nächste Entwicklungsschritt klar wird. Sie hilft, sich selbst und andere zu führen.

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Unbewusste Inkompetenz:

Verdrängung
Die Phase des „Nicht-sehen-Wollens“ oder „Nicht-sehen-Könnens“. In ihr produzieren wir schwache Ergebnisse, ohne zu wissen, was uns fehlt – so lange, bis wir einen ehrlichen Blick auf uns selbst werfen.

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Bewusste Inkompetenz:

Einsicht und Erkennen.
Uns wird klar, dass unsere Wirkung und unsere Ergebnisse schwach sind. Unsere Worte und Taten stimmen kaum überein. Wir sind unzufrieden, unser Umfeld ebenso. Aber der Blick auf unsere emotionale Veränderungskompetenz lichtet sich. Am Ende dieser Phase haben wir den Mut, uns unseren Defiziten zu stellen.

Bewusste Kompetenz:

Anerkennen.
Wir haben unter Mühen gelernt und handeln endlich. Aber das Neue ist noch keine tiefe Gewohnheit. Wir sind bemüht, aber noch nicht stimmig. Bleiben wir jetzt konsequent, steigt unsere emotionale Anerkennung. Doch egal, wie anstrengend es scheint: Transformation heißt, den ganzen Weg zu gehen.

Unbewusste Kompetenz:

Transformieren.
Endlich am Ziel. Wir liefern intuitiv und übertreffen die Erwartungen. Unsere Ergebnisse werden ständig besser. Die Menschen unter unserer Verantwortung entwickeln sich. Wir wirken kompetent und souverän.

Wie wir Transformation begleiten

Jede Führungskräfteentwicklung besteht aus den drei Elementen Verstehen, Trainieren und Anwenden. Sie professionalisiert, wie Menschen sich ohnehin entwickeln. Sie setzt da an, wo ich stehe, was ich schon kann und was mir noch fehlt. Zuerst hilft die Transformation, die nächste Entwicklungsstufe zu sehen. Das kann unbequem sein oder schmerzhaft, wenn ein Mangel sichtbar wird, dem man vorher nicht ins Auge sehen wollte.

Viele Trainer finden das Wort „Defizit“ negativ und sagen lieber „Potenzial“. Ein motivierender sprachlicher Trick. Potenzial ist abstrakt und allgemein. Defizit ist konkreter. Aber ohne die Konfrontation mit dem Fehlenden, dem Ausgeblendeten, sind weder Einsicht noch Entwicklung möglich. Deswegen ist Defizit ein positives Wort. Der Abgleich mit der verfehlten Wirkung und dem, was wir dafür noch brauchen, ist der stärkste Wegweiser. Am Ende zählt keine Euphorie, sondern allein, ob nach einer Erkenntnis die Weiterentwicklung steht.

UnbewussteKompetenz

Transformation ist mehr als Training

Verstehen: Wie führe ich mich selbst
Das „Verstehen“ in der Transformation beginnt bei einem selbst. Wer andere führen will, muss sich selbst führen können. Im Schwerpunkt „Selbstführung“ werden die Möglichkeiten und Grenzen der Menschenentwicklung bewusst. Man lernt verstehen, welches Denken und Tun welche Wirkung hat. Es wird klar, warum ich da stehe, und was ich ändern muss, um meine Wirkung zu erhöhen.

Trainieren: Wie lasse ich mich führen
Das „Trainieren“ vermittelt die fünf Aufgaben, fünf Hilfsmittel und fünf Prinzipien wirkungsvoller Führung. Regelmäßige Erfolge sorgen für anhaltende Umsetzungs-Motivation. Das Gelernte wird Schritt für Schritt angewendet.

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Umsetzen: Wie führe ich andere?
Im „Umsetzen“ wird die Anwendung eingefordert. Seminare können sehr flüchtig sein. Es kommt viel in die Köpfe, das wieder vergessen wird. Oder der Alltag frisst alle Vorsätze auf. In unserer Akademie haben wir uns auf diesen Transferprozess spezialisiert. Wir bringen „die PS auf die Straße“.

»Verliebe dich in das Ergebnis, und die Bereitscha zur Transformation ist vorhanden.«

Der Lernprozess kennt immer drei grundlegende, aufeinander folgende Schritte: intellektuelles Erkennen – emotionales Anerkennen – praktisches Anwenden. Nur so wird ein tiefes „Warum“ beim Übenden erzielt. Die Veränderungsenergie ist aufgeladen. In der Praxis ist eine Transformation nicht einfach zweigeteilt in ein Seminar mit bestenfalls einem späteren Feedbackgespräch. Derlei suggeriert nur Nachhaltigkeit, wo keine ist. Zur Transformation gehört immer auch eine aktive, intensive Begleitung. Sie bietet einen didaktisch begründeten Wechsel von Seminaren mit folgenden Umsetzungsphasen und unterstützenden Coaching-Telefonaten. Das Telefonat fokussiert, was wirklich umgesetzt wurde, was funktioniert hat und was nicht. Es klärt, was noch fehlt, um aus dem Versuch zum Erfolg zu kommen. Wichtig dabei: ein Trainer, der ins Wachstum anderer verliebt ist und dort seine Berufung findet.

Auf diese Weise werden die Lerninhalte nicht nur vermittelt, sondern tief verankert. Der professionelle Transformationsprozess spiegelt dabei immer die Art und Weise, wie Menschen sich ohnehin transformieren, wenn sie ein neues Niveau erreichen. Nur dauert das meist viele Jahre länger. Durch die Unterstützung von außen wird der Prozess ausgelöst und gelenkt. Dabei werden Störungen ausgeräumt, Motivationsdellen überwunden. Die Umsetzungs-Telefonate zentrieren die Brennpunkte und fördern intensive Praxiserfahrung. Gelerntes kann einfach nicht mehr vergessen werden. Verliebe dich in das Ergebnis, und die Bereitschaft zur Transformation ist vorhanden. Am Ende ist ständige Transformation eine Überlebensfrage. Starke Menschen, starke Ergebnisse, starke Unternehmen – so der Dreiklang. Und das erreiche ich in einem Umfeld, wo jeder der Beste wird, der er (oder sie) sein kann.

ZT-Autor

Boris Grundl

Der Menschenentwickler
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