Die Profilerin

Su­zan­ne Grie­ger-Lan­ger im In­ter­view über die Ge­heim­nis­se des Re­cruit­ment, un­ent­deck­tes Po­ten­zi­al und men­ta­le Si­cher­heits­ar­chi­tek­tu­ren.

Die Profilerin

Su­zan­ne Grie­ger-Lan­ger im In­ter­view über die Ge­heim­nis­se des Re­cruit­ment, un­ent­deck­tes Po­ten­zi­al und men­ta­le Si­cher­heits­ar­chi­tek­tu­ren.

 Zukunft-Training: Bei Profilern denkt man an die vielen Fernsehserien. Sind Sie auch bei der Polizei beschäftigt?

Suzanne Grieger-Langer: Nein, meine Kollegen von der Polizei sind criminal profiler, sie rücken dann aus, wenn etwas  bereits geschehen ist. Ihre Aufgabe ist es, nach der Tat den Täter zu finden. Ich bin character und comportment profiler und meine Aufgabe ist es, die Tat zu verhindern. 

Meine Spezialgebiete sind die defizitorientierte Erkennung von Betrugsverhalten (comportment profiling) und die ressourcenorientierte Erkennung von Führungspotential (character profiling). Ich werde mit einem Team von Profilern für die Bereiche Recruitment, Detection und Prevention eingesetzt. 

ZT: Wie funktioniert Profiling, was machen Sie da genau?

SGL: Normalerweise sehen Sie mich nicht, schon gar nicht, wenn ich Sie im Visier habe. Profiling – richtig gemacht – ist schnell, lautlos und unsichtbar. Profiling ist aber definitiv keine One-Man-Show, sondern das Ergebnis einer professionellen Zusammenarbeit vieler Disziplinen. Sie können davon ausgehen, dass etwa neun Experten an einem Profil arbeiten, hier geht es nicht nur um Qualität, sondern auch um Verantwortung. Aufgrund unserer Profile wird über Zugriff und Karrieren entschieden, da muss alles passen.

ZT: Und wie läuft das ab?

SGL: Zuerst einmal rufen wir beim Auftraggeber die Basisdaten ab, dann legen die Researcher los und saugen alles zur Zielperson aus dem Netz, was in offenen Systemen zu finden ist. Aus diesem Datenpool bedienen sich die Analysten und untersuchen, werten aus… Daraus entsteht quasi ein Phantombild des Charakters. Ich bin es dann, die dieses Phantombild zum Leben erweckt und dem Auftraggeber erklärt, wie sich derjenige unter welchen Voraussetzungen verhalten wird. Diese Informationen sind für das Recruitment wie für die Detektion wichtige Entscheidungskriterien. 

ZT: Was habe ich von einem Profiling?

SGL: Neben einem ungeahnt tiefen Einblick in sich selbst, einen gewaltigen Vorsprung. Wenn wir ein Profil für jemanden erstellen, der es für sich selbst wünscht, dann geht es weiter. Dann schließen wir im Coaching die Brücke zwischen dem was ist und dem was soll. Das heißt, wir „entschwächen“ die Schwächen, stärken die Stärken und für viele bauen wir auch mentale Sicherheitsarchitekturen.

ZT: Was sind mentale Sicherheitsarchitekturen?

SGL: Das sind unsichtbare Schutzschilder gegen Manipulation. Mentale Sicherheitsarchitekturen können Sie sich wie die Absicherung eines Hauses vorstellen – nur eben für Ihre Psyche. Da gibt es Bewegungsmelder und Alarmsysteme, die auf das Eindringen von Manipulationen reagieren, es gibt Sicherheitsglas, aus dem Sie herausschauen können, durch das aber niemand eindringen kann, den Sie nicht hineinlassen. 

Mentale Sicherheitsarchitekturen sind ein Spezialgebiet der Survivability, das ist das Überleben im Hoch-Risiko-Bereich, ein Bereich der Nachrichtendienstpsychologie und wichtiger Bestandteil der Ausbildung von Agenten. Für Manager in der Wirtschaft sind diese Kenntnisse besonders in Verhandlungen oder in der Vorstandsarbeit unersetzlich. Ich bin also Ihre Agentin für die Erhellung Ihrer blinden Flecken, wie für die Erweckung Ihres unendlichen Potenzials.

ZT: Wer ist bei Ihnen an der richtigen Adresse?

SGL: Wenn Sie sich von Machtmenschen befreien wollen, dann sind Sie bei mir richtig. Wenn Sie Ihr Potenzial entdecken und nutzen wollen, dann sind Sie bei mir richtig. Wenn Sie leben und arbeiten wollen, wie Sie es lieben, dann sind Sie bei mir richtig.

Und auch, wenn sie wirklich nach vorne kommen wollen. Wer nur mal so gucken will, ist mit mir überfordert. Business ist Krieg und bei mir geht es um echten Erfolg, also zur Sache.

ZT: Herzlichen Dank für das Interview.


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Suzanne Grieger-Langer

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